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Schwarzenbergischer Schwemmkanal

Rosenauer macht aus der Not eine Tugend

Es ist ein eisiger Wintertag im Jahr 1774. Die Wiener zittern vor Kälte, denn das Brennholz ist knapp. Etwa zur selben Zeit präsentiert im Böhmerwald der junge Joseph Rosenauer, Forstingenieur des Fürsten Schwarzenberg, seine verrückte Idee. Heute spricht man von einem genialen Plan. Er will einen Wasserweg bauen, auf dem das Holz aus den abgelegenen Waldgebieten in die Hauptstadt geschwemmt werden soll. Einziges Hindernis: der Bergrücken des Böhmerwaldes, der dem Vorhaben im Wege steht. Seine Zeitgenossen belächeln Rosenauers absurde Vision. Bäche fließen nun mal nicht den Berg hinauf. Er selbst ist aber so fest von seinem Plan überzeugt, dass er dem Fürsten sogar anbietet, die Baukosten des ersten Jahres selbst zu übernehmen. Das Lachen seiner Gegner verstummt bald. Denn Rosenauer schafft es, mit seinem fortschrittlichen Kanalsystem, die Natur zu überlisten. Der Plan geht auf und der Rubel rollt. In der Blütezeit müssen über 1200 Arbeiter bei der Holzschwemme eingesetzt werden.

Über ein Jahrhundert lang war der Schwarzenbergische Schwemmkanal die pulsierende Hauptschlagader der Region im Dreiländereck Oberösterreich-Bayern-Südböhmen. Seit der letzten Schwemme im Jahr 1892, bei der noch der gesamte Kanal im Einsatz war, ist viel Wasser den Bach hinunter geflossen. Heute wird das kulturelle Erbe der Region wieder belebt. Jedes Jahr im Sommer erwacht der Schwemmkanal zu neuem Leben. Es wird wieder geschwemmt. Und es wird getanzt, gesungen und musiziert. Die Feste am Schwarzenbergischen Schwemmkanal sind bei Groß und Klein sehr beliebt. Schließlich kann man dabei hautnah erleben, wie ein Stück Geschichte lebendig wird. 

Termine Schauschwemmen

Aigen-Schlägl

Schauschwemmen am Schwemmkanal in Iglbach

Programm: Sa 16. September | Saisonabschluss beim Iglbach | 12:45 Uhr begleitete Wanderung zur Schwemme ab 13:00 Uhr ...
Zeitraum: bis 16.09.2017
Tourismusverband Böhmerwald
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