Leinöl, das flüssige Gold aus dem Mühlviertel
Seit über 600 Jahren wird in der alten Mühle in Haslach das wertvolle Leinöl hergestellt. Es wird im traditionsreichen Verfahren gewonnen und ist seit jeher Zutat für ein typisch regionales Schmankerl.
Wer im Mühlviertel zu Gast ist, sollte es sich auf keinen Fall entgehen lassen, die Mühlviertler Leinölerdäpfel zu probieren. Den besonderen, leicht herben Geschmack erhält das Gericht durch Zugabe des Öls, das aus den Samen der Flachspflanze gewonnen wird.
Früher gab es in der Region viele Flachsfelder, die im Sommer leuchtend blau blühten. Es war die Zeit, in der das Webergeschäft in der Region noch weit verbreitet war und die Fasern der Flachspflanze zu feinen Leinenstoffen verarbeitet wurden. Die Mühlviertler Ölmühle und einige wenige Webereien, die auch heute noch sehr erfolgreich sind, haben die Zeit überdauert.
Seit über 200 Jahren ist der Müllerbetrieb schon im Besitz der Familie Koblmiller. Der Inhaber Ing. Gunther Koblmiller sorgt höchstpersönlich für die Ölherstellung. Zur Erzeugung des warmgepressten Öls kommt ein Verfahren zur Anwendung, das über viele Generationen überliefert wurde. Dabei wird der Leinsamen zunächst zu einem Mehl gemahlen und mit Wasser vermengt. Anschließend wird die Masse schonend geröstet, bevor das Öl aus der hydraulischen Presse gewonnen und in Flaschen gefüllt werden kann. Durch den hohen Anteil an ungesättigten Omega3-Fettsäuren zählt das Leinöl zu einem der hochwertigsten Speiseöle. Es hat eine sehr positive Wirkung auf Magen und Darm und kann auch bei erhöhtem Blutdruck und einem zu hohen Cholesterinspiegel helfen. Die Mühlviertler Leinölerdäpfel kann man sich also guten Gewissens schmecken lassen.
Hinweis: Die Ölmühle hat auch kaltgepresstes Leinöl sowie Hanföl, Sesamöl, Distelöl, Mohnöl und Sonnenblumenöl in ihrem Sortiment.